United Against Waste

Das gemeinsame Ziel: Reduktion von vermeidbaren Lebensmittelabfällen um die Hälfte bis 2020
United Against Waste wurde im Jahr 2014 in Form einer branchenübergreifenden Plattform ins Leben gerufen. Gemeinsam verfolgen Unternehmen aus dem Food Service Markt sowie Bund, Länder, Wissenschaft und NGOs ein ambitioniertes Ziel: Die vermeidbaren Lebensmittelabfälle in Küchenbetrieben sollen bis zum Jahr 2020 um die Hälfte reduziert werden.

Die Umsetzung wird durch ein umfangreiches Aktivitätenprogramm vorangetrieben. Durch Abfallerhebungen in (bis dato) 45 österreichischen Küchenbetrieben wurden die wichtigsten Einsparpotenziale identifiziert. Auf dieser Datengrundlage werden in einem fortlaufenden Dialog mit der Fachwelt praxistaugliche Reduktionsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. Darüber hinaus unterstützt UAW die Betriebe bei der Abfallanalyse und Kommunikation des Themas gegenüber Gästen und der eigenen Belegschaft.
United Against Waste wird als Branchenplattform von den Partnern gemeinsam finanziert und durch Leistungen und Know-How der Partner unterstützt. Dies ebnet den Weg zur gemeinsamen Zielerreichung: Lebensmittelabfälle im Foodservice Markt in Österreich bis 2020 zu halbieren.

ABFALLERHEBUNGEN 2014/2015

2014 startete ein großes Pilotprojekt: Im Rahmen von United Against Waste wurden in 45 ausgewählten Betrieben unterschiedlicher Größe und Typologie (Gastronomie, Hotellerie, Großküchen) Lebensmittelabfallerhebungen durchgeführt. Das Ziel: eine gute Datenbasis zu schaffen.

Für die österreichische Außer-Haus-Verpflegung gab es bislang noch keine gesicherten Daten zum Lebensmittelabfall sowie über dessen Herkunft und Ursachen. Die Universität für Bodenkultur (BOKU) und die Fachhochschule Oberösterreich haben deswegen für die Initiative United Against Waste wissenschaftliche Erhebungen in 45 österreichischen Küchenbetrieben durchgeführt.
In 19 Großküchen, 13 Beherbergungsbetrieben und 13 Gastronomiebetrieben wurden 2014 und 2015 an jeweils einem repräsentativen Erhebungstag alle Lebensmittelabfälle gesammelt, sortiert und verwogen.

Die Abfälle wurden nach fünf Küchenbereichen (Lagerverluste, Rüstabfälle, Überprodukt, Tellerreste, Buffetreste) und nach 9 Produktgruppen (Fisch und Fleisch, Gemüse und Obst, Salat, Suppen, Stärke- und Sättigungsbeilagen, Süßspeisen, Getränke, Milchprodukte, Sonstiges) sortiert.

Die ermittelten Abfallmengen wurden danach in Relation mit den am jeweiligen Erhebungstag ausgegebenen Essensmengen gesetzt. Dadurch wurden Vergleiche unter den Betrieben ermöglicht.
Aus den Erkenntnissen der Abfallerhebungen wurden Optimierungsmaßnahmen für die Testbetriebe und auch für die gesamte Branche abgeleitet.

Der Lebensmittelabfall lag in den Testbetrieben bei 5% bis 45% des ausgegebenen Essens – ohne Zubereitungsreste!

Österreichweit hochgerechnet entstehen damit rund 55.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle in der Beherbergung, 51.000 Tonnen in der Gastronomie und 79.000 Tonnen in der Gemeinschaftsverpflegung.

Das entspricht einem durchschnittlichen Warenwert von ca. 380 Millionen Euro im Jahr für die ganze Branche bzw. 9.600 Euro pro Küchenbetrieb.

Nutzen Sie das Angebot von United Against Waste!

Das Informations- und Serviceangebot von United Against Waste soll Ihnen dabei helfen, Ihre individuellen Einsparpotenziale zu identifizieren, wirkungsvolle Einsparmaßnahmen zu entwickeln und sich mit Kolleginnen und Kollegen zum Thema auszutauschen.

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